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EbM auf den Punkt - Teil 7

Externe Validität

Gelegentlich wird randomisierten kontrollierten Studien geradezu vorgeworfen, dass ihre Ergebnisse nicht auf den Versorgungsalltag übertragbar sind. Der Grund: Patienten, die an klinischen Studien teilnehmen, sind in der Regel handverlesen und müssen nicht zwangsläufig den durchschnittlichen Patienten im Praxisalltag entsprechen.

Wenn allerdings anzunehmen ist, dass die Therapieeffekte innerhalb der Studienpopulation sich von denen bei der Zielpopulation (= entsprechende Patienten in der Praxis) nicht wesentlich unterscheiden, spricht man von einer hohen "externen Validität" der Studie.

Bisher gibt es allerdings keine Checkliste oder ähnliche Instrumente, um die externe Validität zu beurteilen. Einige Vorschläge diskutiert Jürgen Windeler (der derzeitige Leiter des IQWig) in einem Artikel in Z. Evid. Fortbild. Qual. Gesundh. wesen (ZEFQ) 102 (2008) 253–260.

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