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Lesetipp: Wenn Pressemitteilungen Forschungsergebnisse verzerren

Das Problem ist auch z.B. von idw-online bekannt: Eine sensationelle Überschrift ("Neuartige Zelltherapie zur Behandlung lebensbedrohlicher Virusinfektionen") und erst im Laufe der Pressemitteilung wird klar, dass die Behandlungsmethode Patienten bisher noch nicht einmal von weitem gesehen hat.

Wer sich schon öfter solche und ähnliche Pressemitteilungen geärgert hat, kann den Beitrag von Margaret McCartney im BMJ gut nachvollziehen: Die Autorin nennt als häufige Probleme beispielhaft die Verwechslung von Assoziation und kausalem Zusammenhang oder die Betonung der relativen Risikoreduktion statt absoluter Zahlen. Aus solchen verzerrenden Darstellungen resultieren nicht selten übertriebene Beiträge in den Medien. 

McCartney fordert deshalb, dass es - ähnlich wie die CONSORT guidelines für Publikationen von RCTs - auch verbindliche Regeln für Pressemitteilungen geben sollte. 

BMJ 2014;348:g2868


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