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Lesetipp: Quantifizierung von Krebs-Überdiagnosen

Dass Überdiagnosen ein relevantes Problem von Früherkennungsuntersuchungen sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Doch wie lässt sich das Ausmaß am besten quantifizieren?

Dieser Frage ist eine Gruppe von Wissenschaftlern um Jamie Carter in einem systematischen Review nachgegangen, der im BMJ veröffentlicht wurde. Dazu haben die Autoren mögliche Arten von Bias in den verschiedenen Studiendesigns untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass qualitativ hochwertige ökologische Studien und Kohortenstudien in multiplen Settings am besten geeignet sind, um Überdiagnosen bei Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu überwachen und zu quantifizieren. Allerdings braucht es noch Standards, damit solche Studien auch tatsächlich nach einem einheitlichen und vergleichbaren Schema durchgeführt werden.

BMJ 2015;350:g7773 

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