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Lesetipp: Was sagen die Laborwerte? - Nicht nur für Patienten

"Wie sage ich es meinem Patienten?" - das ist das explizite Anliegen eines Beitrags im BMJ, der Wissenswertes zur Aussagekraft von Laborwerten vermittelt. Aber: Der Artikel ist auch für Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsfachberufe lesenswert. Denn die Weisheiten, die die Autoren vermitteln, sind zwar grundlegend (manchmal sogar fast trivial), werden in der Praxis aber häufig ignoriert. Worum geht es konkret?
  • Das Referenzintervall beruht meist auf einer Verteilung. Leichte Abweichungen müssen nicht zwangsläufig pathologisch sein.
  • Der Test hat nicht immer recht: Es gibt auch falsch positive und falsch negative Ergebnis. Deshalb ist es wichtig, die prädiktiven Werte zu kennen - und dabei spielt auch die Prävalenz eine wichtige Rolle.
  • Wenn sich Blutwerte verändern, kann daran auch die (prä-)analytische und natürliche Variabilität beteiligt sein.
  • Einzelne erhöhte Blutwerte müssen nicht unbedingt eine Therapie nach sich ziehen - etwa wenn die Behandlung das Gesamtrisiko nur unwesentlich verändern würde.
  • Screening-Untersuchungen können Krankheiten übersehen und Gesunde fälschlicherweise als krank abstempeln. Deshalb sollten sie mit Bedacht eingesetzt werden.
Eigentlich einleuchtend, oder? Wie wäre es mit dem guten Vorsatz: Spätestens im Neuen Jahr auch danach handeln?


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