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EbM auf den Punkt 41: populationsbezogener attributabler Anteil

Um die Frage zu untersuchen, welcher Anteil einer Erkrankung in der Bevölkerung auf einen bestimmten Risikofaktor zurückzuführen ist, wird häufig der populationsbezogene attributable Anteil (population attributable fraction) berechnet. In die Berechnung gehen sowohl das attributable Risiko in der Population (also die Inzidenz einer Erkrankung aufgrund einer bestimmten Exposition) als auch die Gesamtinzidenz der Erkrankung ein.

Ein Beispiel soll diese Erklärung illustrieren: In einer Studie, die im BMJ veröffentlicht wurde, untersuchten die Autoren, welchen Anteil verschiedene Risikofaktoren auf die Entstehung einer Demenz haben. Dabei zeigte sich, dass nach dieser Berechnung ein geringer Verzehr von Obst und Gemüse fast den gleichen Anteil an der Entstehung an der Demenz haben wie genetische Risikofaktoren.

BMJ 2010; 341:c3885

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