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Posts

Lesetipp: Wissenschaftliche Auswertung zu COMPare

Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich an dieser Stelle vor einiger Zeit über das COMPare-Projekt berichtet habe: Ein Team im CEBM Oxford hat für einen Zeitraum von mehreren Wochen in den großen fünf medizinischen Journals RCTs analysiert und dabei verglichen, wie gut die berichteten Endpunkte mit denen im Studienregister übereinstimmen. Bei Diskrepanzen - und davon gab es eine erhebliche Anzahl - schrieb das Team einen Leserbrief an die jeweilige Redaktion und bat um Korrektur. Die Reaktionen waren - drücken wir es vorsichtig aus - sehr divers und reichten von zügiger Korrektur bis hin zu vollständiger Ablehnung. Ähnlich waren auch die Antworten der jeweiligen Forscher, die auf die Mahnung reagierten.

Gestern sind nun in "Trials" zwei wissenschaftliche Auswertungen des Projekts erschienen. Die erste Publikation enthält eine quantitative Analyse der Ergebnisse. In der zweiten Veröffentlichung gehen die Autoren den Fragen nach, was die Antworten der Forscher über ihr Wissen …

Lesetipp: Nebenwirkungen in systematischen Reviews

Aus gutem Grund gelten systematische Reviews als die beste Lösung, sich rasch einen fundierten Überblick über eine konkrete klinische Fragestellung zu verschaffen. Oft geht es dabei um die Effekte von therapeutischen Interventionen und meistens um die Frage nach dem Nutzen. Genauso wichtig ist aber der kritische Blick auf mögliche unerwünschte Effekte, sprich Nebenwirkungen. Denn nur im Vergleich von erwünschten und unerwünschten Auswirkungen einer Therapie lassen sich tatsächlich informierte Entscheidungen treffen.

Genau an dem Punkt Nebenwirkungen hapert es aber oft, gerade bei systematischen Reviews. Das zeigt eine Untersuchung, die im Dezember im J Clin Epidemiol vorab veröffentlicht wurde. Ein Autorenteam um Su Golder hat sich diejenigen Übersichtsarbeiten genauer angesehen, die über therapeutische Interventionen berichten und als primären oder sekundären Endpunkt (spezifische) Nebenwirkungen aufführen. Ausgesiebt wurden diese Arbeiten aus dem Register PROSPERO, das Protokolle f…

Veranstaltungstipp: EbM-Kongress

Weltweit zieht immer mehr die Digitalisierung in die Medizin und Gesundheitsversorgung. Aber wie gut sind Gesundheits-Apps, Systeme zur Entscheidungsunterstützung und Co. eigentlich im Hinblick auf Nutzen und Schaden untersucht? Mit diesen Fragen beschäftigt sich in diesem Jahr der EbM-Kongress unter dem Motto "EbM und digitale Transformation in der Medizin".
Wann: 21.-23.03.2019
Wo: Berlin, Virchow-Campus der Charité
Mehr Infos zum spannenden Programm und zur Anmeldung gibt es auf der Kongress-Webseite.

Vorgestellt: Plan G - Gesundheit verstehen

Über Weihnachten war es hier ja ein bisschen ruhig. Aber hinter den Kulissen haben Silke Jäger und ich ziemlich fleißig gewerkelt - nicht an Weihnachtsgeschenken (das natürlich auch), sondern an einem neuen Projekt:

Darf ich vorstellen: "Plan G - Gesundheit verstehen" - das Online-Magazin für bessere Gesundheitsentscheidungen. Unser Projekt wohnt bei den fabelhaften Riffreportern und wächst nach und nach.

Was euch genau erwartet? Klickt doch rüber - die Einführungsartikel sind frei zugänglich.

Evidenz-Geschichte(n): Parachutes revisited

Bei den Evidenz-Geschichten gibt es kurz vor Jahresende noch eine Weihnachts-Sonderepisode - viel Spaß damit. Die ShowNotes findet ihr wie immer auf der Podcast-Seite bei Podigee.

Linktipp: MedWatch

Heute stifte ich euch mal zum Fremdlesen an: Nämlich bei den Kolleg*innen von MedWatch. Das Team um Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Dentrup kümmert sich nicht nur um Scharlatanerie im Gesundheitswesen, sondern auch darum, was im regulären Gesundheitsbetrieb alles schiefläuft, zum Beispiel im Bereich Arzneimittelsicherheit.

Im Blog von MedWatch erscheint derzeit ungefähr wöchentlich ein neuer Beitrag, ein Ausbau ist geplant. Dafür braucht MedWatch noch finanzielle Unterstützung - das geht einfach per Steady, den Link findet ihr ebenfalls auf der MedWatch-Seite.