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Posts

Hörtipp: Podcasts zu "Preventing overdiagnosis"

Ende letzter Woche fand im kanadischen Québec die "Preventing overdiagnosis"-Konferenz statt. Passend zum Thema hat das BMJ Podcasts mit Referenten und Autoren begleitender Artikel veröffentlicht. Da geht es beispielsweise um die Frage, welche Faktoren Überdiagnosen befördern, die ethischen Aspekte der Problematik und wie der Medizinbetrieb und medizinische Journals dazu beitragen (oder eben auch etwas dagegen setzen können). Sehr hörenswert!

Lesetipp in eigener Sache: Gut informiert entscheiden bei der Krebsfrüherkennung

Krebsfrüherkennung ist doch immer eine gute Sache - oder? Ganz so einfach ist es nicht, denn nicht immer halten die Untersuchungen die Versprechen aus der Werbung und oft gibt es auch Nachteile und Risiken. Deshalb ist eine eigene informierte Entscheidung so wichtig. Die Hintergründe dazu und Infos zum Mammografie-Screening, dem Darmkrebs-Screening und dem PSA-Screening beschreibe ich im aktuellen Titelbeitrag in der Pharmazeutischen Zeitung.

Lesetipp: Wie halten es Pharmafirmen mit der Transparenz?

All trials registered - all results reported: Dieser Slogan beschreibt die Forderungen der All Trials-Initiative. Inzwischen haben sich einige Pharmafirmen den (auch gesetzlich) gestiegenen Transparenz-Anforderungen gebeugt und Selbstverpflichtungen erstellt. Wie genau die aussehen und wie umfänglich sie sind, ist allerdings sehr verschieden.

Ein Team um Ben Goldacre hat die Selbstverpflichtungen von 42 Pharmafirmen weltweit genau analysiert und die Ergebnisse im BMJ veröffentlicht. Die spannenden Ergebnisse kann man auch in einem Podcast nachhören.

BMJ 2017;358:j3334

Lesetipp: Students 4 Best Evidence

In den nächsten Wochen wird es hier recht still (Urlaub, hurra!). Wer aber trotzdem Interessantes zum Thema Evidenzbasierte Medizin lesen will, dem empfehle ich in der Zwischenzeit (und natürlich auch sonst) den Blog "Students 4 Best Evidence", der von Cochrane UK organisiert wird.  Hier bloggen (Medizin-)Studenten sehr anschaulich zu verschiedenen Aspekten - besonders empfehlenswert: die Reihe "Key Concepts".

Evidenzgeschichte(n): Wie Surrogatparameter in die Irre führen können

Ganz klar: Wenn Herzrhythmusstörungen nach einem Herzinfarkt tödlich enden und Antiarrhythmika den Herzrhythmus beruhigen, dann retten die Mittel Leben. Soweit die Theorie. In der Praxis kann es jedoch Patienten gefährden, wenn man sich für die Nutzenbewertung auf Surrogatparameter verlässt. Das ist eine wichtige Lehre aus den CAST-Studien. Und deren Geschichte erzählen Silke Jäger und ich in der neuesten Folge der Evidenzgeschichte(n).



Podcast Evidenzbasierte Pharmazie im Juli

In der Rubrik „Evidenzbasierte Pharmazie in der Praxis“ gibt es wieder Hinweise zu verfügbaren evidenzbasierten Informationen, die sich besonders gut für die Beratung in der Selbstmedikation nutzen lassen. Neues gibt es bei medizin-transparent, im Patientenportal des IQWiG und in der Cochrane Library. In der Reihe zu epidemiologischen Studien geht es dieses Mal um Fall-Kontroll-Studien. Und weitere interessante Neuigkeiten finden Sie im Blick „Über den Tellerrand“, dieses Mal unter anderem mit einer Evidenz-Sprechstunde zum Thema p-Werte.







Podcast als MP3 downloaden


Links zu evidenzbasierten Informationen für die OTC-Beratung
Informationen auf gesundheitsinformation.de zu Alzheimer-DemenzNeues bei medizin-transparent:
* Vitamin D und Immunsystem
* Nahrungsergänzungmittel gegen Arthrose  
Mehr Infos zu "Evidenzbasierte Pharmazie auf den Punkt" (epidemiologische Studien)
Schulz KF, Grimes DA. Case-control studies: research in reverse. Lancet 2002: 359: 431–34Schulz KF, Grimes DA. V…

Lesetipp: Studien ohne praktischen Nutzen

Um den Nutzen von Arzneimitteln für Patienten beurteilen zu können, brauchen wir klinische Studien. Allerdings lassen sich bei weitem nicht aus jeder Studie auch tatsächlich entsprechende Rückschlüsse ziehen. Ein Grund dafür: In der Studie werden keine relevanten oder aussagekräftigen Endpunkte erhoben. Dieses Problem diskutiert ein Autorenteam des Oxford Center for evidence-based medicine in einem Beitrag in Trials. Dabei identifizieren sie eine Reihe von Endpunkten, aus denen man oft keine sichere Schlussfolgerung ziehen kann:
Surrogatendpunkte: Hier müsste klar nachgewiesen werden, dass sich die Ergebnisse auch auf patientenrelevante Endpunkte übertragen lassen. Das ist aber häufig nicht der Fall.Zusammengesetzte Endpunkte: Sie überschätzen häufig den Behandlungseffekt, sind nicht immer nach klinisch sinnvollen Gesichtspunkten kombiniert oder schlecht definiert.Subjektive Endpunkte: Sie sind vor allem dann problematisch, wenn in den Studien die verdeckte Zuteilung und/oder Verblind…