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Lesetipp: Diskussion um Sicherheitsbedenken bei Inkretin-basierten Therapien geht weiter

In dieser Woche gibt es mehrere Beiträge im BMJ, die sich mit der aktuellen Diskussion um die Sicherheit der Inkretin-basierten Therapien (mögliche Pankreas-Schäden) bei Typ-2-Diabetes beschäftigen.

Deborah Cohen gibt einen ausführlichen Überblick über bisherige Erkenntnisse aus Tierversuchen und Datenbankanalysen. BMJ 2013;346:f3680

Halfdanarson et al. beschreiben die Einschränkungen der bisherigen Studien und kommen zu dem Schluss (BMJ 2013;346:f3750):
In summary, there are several worrying signals of unintended effects of incretin based treatment on the pancreas, but controlled studies are lacking.

Edwin Gale analysiert die Situation in einem begleitenden Editorial und fragt kritisch, warum es so lange gedauert hat, bis Signale aus frühen Studien öffentlich diskutiert wurden. Er fasst zusammen:
The problem lies in a system that subordinates the public interest to commercial secrecy and allows the perceived need for such secrecy to define the legal, administrative, and cultural limits of the interaction between the mirror bureaucracies of the regulators and companies.
Seiner Ansicht nach macht die Diskussion um die Inkretin-basierten Therapie vor allem deutlich, dass im Umgang mit Daten zu Arzneimitteln vor allem mehr Transparenz erforderlich ist (BMJ 2013;346:f3617).

 In einem weiteren Editorial zum Thema gibt Victor Montori Hinweise dazu, welche Hilfestellungen man Patienten geben sollte, damit sie eigenverantwortlich Entscheidungen im Hinblick auf ihre Diabetes-Medikation treffen können (BMJ 2013;346:f3692).






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