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Posts mit dem Label "Zeitschriften" werden angezeigt.

Unabhängige Zeitschriften: International Society of Drug Bulletins

Zum Abschluss der Serie über unabhängige Zeitschriften geht es heute um die International Society of Drug Bulletins , kurz ISDB. Seit 1986 ist ISDB ist ein weltweites Netzwerk unabhängiger Zeitschriften zur Arzneimitteltherapie, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, professionelle Standards für unabhängige Zeitschriften zu definieren und die Gründung neuer unabhängiger Zeitschriften zu unterstützen. Außerdem beteiligt sich die ISDB auch an Kampagnen, um den Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf Zulassungsbehörden und die Weltgesundheitsorganisation zu verringern. Vollmitglieder - derzeit mehr als 50 - können nur Zeitschriften werden, die eine redaktionelle und finanzielle Unabhängigkeit gewährleisten und qualitativ hochwertige Informationen veröffentlichen. Dazu gehört es auch, dass die Zeitschrift keine Werbung für Arzneimittel, andere therapeutische oder diagnostische Maßnahmen enthält. Wenn eine Zeitschrift diese Kriterien nicht alle erfüllt, die ISDB dennoch unterstützen w...

Unabhängige Zeitschriften: Pharmainformation

In der Serie zu unabhängigen Zeitschriften geht es heute zurück in die deutschsprachigen Regionen. Auch in Österreich gibt es eine unabhängige Zeitschrift: Pharmainformation . 1986 wurde Pharmainformation von der Ärztekammer für Tirol begründet, heute wird die Zeitschrift von einem Herausgebergremium von Medizinern der Universitäten Innsbruck, Wien und Graz verantwortet. Pharmainformation erscheint vierteljährlich (im März, Juni, September, Dezember) und wird an alle Ärztinnen und Ärzte in Österreich versendet. Auf der Webseite sind die Ausgaben frei zugänglich, lediglich die aktuellste Ausgabe wird erst drei Monate nach Erscheinen eingestellt.

Unabhängige Zeitschriften: Med Check-TIP

Die heutige Folge führt uns weit in den Osten, nach Japan: Dort gab es bereits seit vielen Jahren gleich zwei unabhängige Zeitschriften zur Arzneimitteltherapie: Seit 1986 "The Informed Prescriber" (TIP), die sich an Fachkreise richtet, und seit 2001 "Med Check, Save Lives" für Verbraucher. 2015 wurden die beiden Zeitschriften fusioniert und firmieren seitdem unter dem Titel "Med Check-TIP" (zusammengesetzt aus den bisherigen Titeln. Auf Japanisch erscheint die Zeitschrift alle zwei Monate, von der englischen Fassung soll es mindestens drei Ausgaben im Jahr geben. Bisher sind zwei Hefte erschienen, die online kostenlos zugänglich sind. Enthalten sind übersetzten Zusammenfassungen von Artikeln, die in den japanischen Ausgaben erschienen sind. In jedem Heft gibt es auch allgemeinverständliche Zusammenfassungen für Verbraucher (plain language summaries). Herausgegeben wird Med Check-TIP vom Japanischen Institut für Pharmakovigilanz ( Japan Institute...

Unabhängige Zeitschriften: Drug and Therapeutics Bulletin

Nach der Sommerpause geht es weiter mit der Vorstellung unabhängiger Zeitschriften. Dieses Mal im Fokus: Das "Drug and Therapeutics Bulletin" (DTB). Gegründet wurde die Zeitschrift 1962 und erscheint monatlich in englischer Sprache in Großbritannien (DTB gehört zur BMJ Group). Auf der Homepage wird ausführlich beschrieben, wie ein Artikel für die Zeitschrift entsteht . Das Vorgehen ist ähnlich wie auch beim arznei-telegram: So gibt es etwa keine explizite Autorenkennzeichnung, da die Artikel in mehreren Begutachtungsrunden durch das Editorial board und externe Experten entstehen. Um die Unabhängigkeit zu bewahren, wird DTB nicht durch die pharmazeutische Industrie, Regierungsorganisationen oder Zulassungsbehörden unterstützt und enthält auch keine Werbung. Alle Autoren und Redakteure müssen mögliche Interessenkonflikte offenlegen. Welche Auswirkungen DTB auf gesundheitspolitische Entscheidungen und die Werbung für Arzneimittel hat, wird ebenfalls auf der Homepage geschil...

Unabhängige Zeitschriften: Prescrire

Unabhängige Zeitschriften zur Arzneimitteltherapie gibt es weltweit. Mit dieser Folge geht der Blick nach Frankreich: Prescrire erscheint seit 1981 monatlich in französischer Sprache und in elf Ausgaben pro Jahr auf Englisch. Herausgeber ist die Association Mieux Prescrire, eine französische Non-profit-Organisation. Verantwortet werden die Beiträge von der gesamten Redaktion. Bei den einzelnen Redaktionsmitgliedern wird streng darauf geachtet, dass sie keine finanziellen oder andere Verbindungen zur Pharmaindustrie haben. Wie ein Beitrag für Prescrire entsteht, ist ausführlich auf der Homepage beschrieben. Finanziert wird die Zeitschrift ausschließlich durch bezahlte Abonnements. Jährlich wird ein Finanzbericht veröffentlicht, in dem Einnahmen und Ausgaben gegenüber gestellt sind. Die Kosten für ein Jahres-Abo betragen derzeit für einen deutschen Apotheker als Individualsubskription 145 EUR. Inbegriffen ist der Zugang zum Archiv mit allen englischsprachigen Ausgaben, die sei...

Unabhängige Zeitschriften: pharma-kritik und infomed-screen

Mit dieser Folge beginnt in der Serie zu unabhängigen Zeitschriften der Blick über den deutschen Tellerrand. Allerdings bleiben wir vorerst im deutschen Sprachraum: Die Zeitschrift "pharma-kritik" ist ein schweizerisches Produkt und firmiert unter dem Slogan "kurz, kritisch, kompetent, unabhängig und werbefrei". Sie erscheint in deutscher Sprache seit 1979, derzeit in jährlich 12 Ausgaben mit etwa 80 Seiten insgesamt. Herausgegeben wird pharma-kritik von der schweizerischen Infomed AG. Das Redaktionsteam besteht aus 5 Ärzten um den Internisten und klinischen Pharmakologen Etzel Gysling, der die Zeitschrift auch begründet hat. Im Internet sind die aktuellen Beiträge nur für Abonnenten vollständig einsehbar, Nicht-Abonnenten können nur ältere Jahrgänge und einzelne neuere Artikel kostenfrei lesen. Allerdings kann jeder Beitrag auch einzeln erworben werden. Das Jahres-Abo kostet für Einzelpersonen regulär 92 CHF/82 Euro, derzeit gibt es aber ein Angebot für 82 C...

Unabhängige Zeitschriften: Der Pharmabrief

Probleme mit Arzneimitteln sind nicht nur auf Deutschland und andere entwickelte Länder beschränkt, sondern auch ein globales Thema. Deshalb hat der Pharma-Brief einen sehr breiten Blickwinkel. Die aktuelle Ausgabe (Mai/Juni 2015) widmet sich beispielsweise Themen wie der Nutzenbewertung bei Arzneimitteln für seltene Erkrankungen, welche Auswirkungen der Patentschutz für Arzneimittel auf Entwicklungsländer hat und den neuen WHO-Empfehlungen für die Publikation der Ergebnisse aus klinischen Studien. Herausgegeben wird der Pharma-Brief von der BUKO Pharma-Kampagne , die sich für eine rationale Arzneimittelpolitik weltweit einsetzt und dazu das Geschäftsverhalten deutscher Arzneimittelhersteller besonders in Entwicklungsländern unter die Lupe nimmt. Dazu gehört besonders auch ein kritischer Blick auf die Arzneimittelwerbung und Strategien zur politischen Einflussnahme. Der Pharma-Brief erscheint in zehn Ausgaben pro Jahr (einige davon Doppelnummern), hinzu kommen Sonderausgaben zu ...

Unabhängige Zeitschriften: Gute Pillen, schlechte Pillen

Die Zeitschriften, die ich bisher in dieser Reihe vorgestellt haben, richten sich im wesentlichen an Fachleute wie Ärzte und Apotheker. Die deutschsprachigen unabhängigen Zeitschriften geben aber zusammen auch eine Publikation heraus, die speziell für Verbraucher/Patienten herausgegeben wird: Gute Pillen, schlechte Pillen (GPSP) . Die Zeitschrift gibt es seit 2005 und erscheint 6x im Jahr. Das Individual-Abo kostet 24,90 EUR im Jahr (Stand Juni 2015). Thematisiert werden nicht nur Nutzen, Risiken und Kosten von Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Medizinprodukten und anderen Therapieverfahren, sondern auch Fehlentwicklungen im Gesundheitssystem, wie Werbung mit unbelegten Aussagen, Pharmamarketing oder verschwiegene Daten bei Therapiestudien. Warum unabhängige Zeitschriften so wichtig sind, wird auf der Homepage ausführlich thematisiert. Aktuelle Volltexte (die letzten beiden Jahrgänge) sind nur für Abonnenten vollständig verfügbar. Allerdings wird pro Ausgabe auch für Nicht...

Unabhängige Zeitschriften: Arzneiverordnung in der Praxis

Die dritte im Bunde der unabhängigen deutschsprachigen Zeitschriften ist die "Arneiverordnung in der Praxis" (AVP) . Sie wird durch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft ( AkdÄ ) herausgegeben,  weitere Angaben zur Redaktion finden sich in einem Editorial . Nach Angaben der Herausgeber ist es das Ziel der AVP, unabhängig und objektiv über Arzneimittel zu informieren und so eine rationale Verordnung zu ermöglichen. In jedem Heft gibt es kritische Übersichten zu bestimmten therapeutischen Fragestellungen, Aktuelles zu Themen der Arzneimittelsicherheit (etwa zu neu entdeckten Nebenwirkungen) und anderen Aspekten der AkdÄ-Arbeit (etwa Kurzzusammenfassungen zu neuen Arzneistoffen). In jeder Ausgabe finden sich auch interessante Informationen für die Arbeit in der Apotheke, im aktuellen Heft ( 2/2015 ) etwa zur Therapie des Schwangerschaftserbrechen s, zu Ursachen und Behandlung der Konjunktivitis und dem Zusammenhang zwischen Sturzrisiko bei älteren Menschen und ...

Unabhängige Zeitschriften: Der Arzneimittelbrief

Der Arzneimittelbrief ist neben dem bereits vorgestellten arznei-telegramm eine weitere deutschsprachige unabhängige Zeitschrift zur Arzneitherapie. Veröffentlicht wird der Arzneimittelbrief seit 1967. Herausgegeben wird die monatliche Zeitschrift von Dietrich von Herrath, Wolf-Dieter Ludwig und Jochen Schuler, genaue Angaben zur Schriftleitung finden sich auf der Homepage. Wie auch beim arznei-telegramm sind die Beiträge in der Regel nicht namentlich gekennzeichnet, die Redaktion trägt gemeinsam die Verantwortung für die Beiträge. Erklärungen zu Interessenskonflikten sind auf der Webseite hinterlegt. Ähnlich wie beim arznei-telegramm sind die Beiträge auf der Homepage einsehbar, die beiden aktuellsten Jahrgänge jedoch nur für Abonnenten. Ein Abonnement für Einzelnutzer kostet inkl. Archivzugang 58 Euro pro Jahr (abweichende Preise für Studienten und Institutionen). Wer nur an einzelnen Beiträgen interessiert ist, kann sie auf der Internet-Seite für jeweils 4 Euro erwerben. Für ...

Unabhängige Zeitschriften: Das arznei-telegramm

Zuverlässige Informationen ohne Rücksicht auf (mögliche) Anzeigenkunden: Wer das sucht, wird am besten in unabhängigen Zeitschriften fündig. Sie finanzieren sich (meist) nur über Abonnements und verzichten vollständig auf Werbung. Die unabhängigen Zeitschriften zeichnen sich durch einen meist sehr kritischen Blick aus und verstehen sich damit auch als Gegenöffentlichkeit zum Pharmamarketing. Für Mediziner und Pharmazeuten gibt es eine breite Auswahl an unabhängigen Zeitschriften und auch an Verbraucher ist gedacht. Die neue Serie auf meinem Blog stellt einige der unabhängigen Zeitschriften (in Deutschland und international vor). Vielen von ihnen gehören zur International Society of Drug Bulletins (ISDB), der internationalen Vereinigung der werbefreien Zeitschriften zur Arzneimitteltherapie.  Los geht es heute mit dem arznei-telegramm: Das arznei-telegramm wurde 1970 gegründet und informiert im monatlichen Rhythmus über neue Erkenntnisse zu Wirksamkeit und Sicherheit von Arz...